Sardona Ultra Trail – Chriz wird gesamt 2. beim Trailrun-Debut

Als Vorbereitung zum Sardona Ultratrail startete Chriz vor einer Woche beim Jungfrau-Marathon und er sollte mit seiner Methode recht behalten.

Nach der Ausrüstungskontrolle vor dem Start begaben sich alle Läufer in Position und pünktlich um 10:00Uhr fiel der Startschuss zum 1. Trailrun von Chriz.

Chriz:”Mal sehen wie ich es angehen werde…”

Bereits beim Start gab er richtig Gas und sprintete dem Feld davon, dem ersten Anstieg auf über 2.000m entgegen. Bald schloss ein weiterer Läufer auf und Chriz hielt das hohe Tempo bei. Schon bald wurde es merklich kühler, doch dies war eher angenehm als störend.

Chriz musste bald einsehen, dass der Läufer hinter ihm wesentlich stärker war und musste ihn noch vor erreichen des ersten Gipfels ziehen lassen. Jedoch ging es danach die erste Trailpassage hinunter nach Gaffia, dort konnte Chriz seine stärken ausspielen und holte den Führenden wieder ein, der absolut nicht damit rechnete. Jedoch schloss sich danach direkt der nächste steile Anstieg an, welcher auf knapp 2.500m führte.

Chriz:”Die Höhenluft, der Untergrund und die Steilheit sind erbarmungslose Feinde der Oberschenkel!”

Hier musste Chriz den Konkurenten erneut ziehen lassen und lief sein eigenes Tempo. Schließlich war nach einem kurzen Abwärtstrail der Schwarzsee erreicht und halb umrundet. Als die Gegenseite ereicht war, ging es wieder steil parallel zu einer senkrechten Felswand hoch, der Schwarzplanggrat. Dort war auf Grund der vergangenen Witterungen hunderte von Eiszapfen am Fels, welche sich langsam lösten und zusammen mit Eisplatten nach unten fielen. Chriz bemerkte dies glücklicherweise und sah den Eisschlag, jedoch ist es recht schwer die Flugbahn abzuschätzen und so verfehlte ihn eine Unterteller-große Eisscheibe nur um 2m

Chriz:”Man hörte das Klirren und dann hieß es in Deckung gehen!”

Nach diesem Schreck setzte Chriz zum sprint an um den Gefahrenbereich zu verlassen, jedoch machte sich der fehlende Sauerstoff auf 2.500m Höhe bemerkbar und nach diesem Sprint war Chriz kurz zuvor anzuhalten und zu pausieren…

Doch dann ging es zum Glück endlich wieder eine kleine Passage bergab und das Herz-Kreislauf-System konnte sich etwas erholen, jedoch sollte dies in der kommenden Passage nichts helfen!

Der Schneefall der letzten Tage hatte den Schwierigkeitsgrad der Strecke extrem erhöht, so war zwischen den sehr steilen Passagen nur Trampelpfade aus Schnee. Jedoch ist der Halt auch mit gut profiliertem Schuhwerk gleich Null und die n Passagen mussten auf krabbelnd bewältigt werden. Die Hände kamen auf dem angefrorenen Schnee immer wieder zum Einsatz und die Wanderer in Winterausrüstung mit Stöcken bewaffnet waren zunehmend beeindruckt von diesen verrückten die in kurzen Hosen diesen vereisten Bergabschnitt erklettern.

Chriz:”Ich wusste wenn ich abrutsche, bin ich nicht nur ein Stockwerk tiefer, also “ALLRADANTRIEB” “

Dies waren die letzten Höhenmetern, danach ging es zurück zum Ausgangspunkt, wo das Ziel wartete. Chriz konnte seine Stärken an den folgenden 1.000Höhenmetern ausspielen die es nun abwärts ging. Die ersten 300 davon waren in einem aufgeweichten, matschigen Trail, der teilweise mit Schnee und Eispassagen gespickt war.

Das halsbrecherische Tempo brachte so manchen Wanderer vom Glauben ab, was man den Sprüchen entnehmen konnte. Die letzten 700Höhenmeter nach unten verliefen im Skihang und auf Geröll, was sehr hart war und der Beinmuskulatur nochmals alles abverlangte!

Schließlich wurde Chriz vom Ziel aus gesichtet und schon von weitem klangen Pfiffe und Beifall bis zu ihm hinauf! Schließlich beendete er den Lauf nach 2:30h und als gesamt 2.! Der Veranstalter reagierte sofort als er vom Eissschlag erfuhr und schickte Verstärkung dort an die Stellen.

Chriz:”Ein harter Einstieg, aber umso stolzer bin ich über den 2. Rang bei diesem Event – Jetzt bin ich auch Trailrunner!

Die Organisation von diesem Lauf waren sehr angenehm und der Einsatz vom Organisator war beispiellos. Hoffen wir auf eine weitere Auflage im kommenden Jahr eines so schönen laufes – aber eben ohne Nebel :)

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