Napf-Marathon – Jürgen gewinnt die Altersklasse und Judith wird 3.

Die Nervosität rührte von der Streckenlänge in Kombination mit der Topographie. Zum ersten Mal hatte sich Judith spezifisch auf einen Wettkampf vorbereitet, doch gerade diese Situation steigert eben auch den Druck am Tag X zu performen.

Jürgen startete ebenfalls auf der Marathondistanz und hatte Ambitionen einen Podiumsplatz in der Altersklasse zu erreichen. Von Beginn an machte er Tempo und plazierte sich vorne im Feld.

Judith fand ebenfalls auf dem ersten Straßenabschnitt nicht in ihren Rhythmus und tat sich schwer. Sehnsüchtig erwartete sie die sagenhaften Trails von denen Stephan schon seit seiner Teilnahme im letzten Jahr schwärmte (Bericht Napf-Marathon 2012).

Dann war es so weit, die Wolkendecke zog auf und gab den tollen Blick über die Berner-Alpen frei. Die Sonne kam auf und es wurde auch wärmer. Jürgen peilte unterdessen an, die 4 Stundenmarke zu knacken und er machte einen starken Eindruck.

Unterwegs wurde Judith von Stephan angefeuert, der sein Training an diesem Wochenende auf der Strecke des Napf-Marathons verbrachte. Nebenbei sei erwähnt, dass er am Vortag die Runde als Training in 3:26h(!) hinter sich brachte.

Zügig, aber trotzdem kontrolliert lief Judith durch die matschigen, aber abwechslungsreichen Trail des Marathons. Sie war sehr lange allein unterwegs während sie dem Höchsten Punkt auf dem Napf entgegen lief.

Doch dort war es noch lange nicht vorbei. Nach der Verpflegungsstelle ging es abwärts und Judith konnte sich etwas erholen, bevor der ständige Wechsel zwischen Auf und Ab wiederkehrte. Genau dort zog sie das Tempo an und begann zu überholen.

Die weiteren Anstiege waren kein Problem und so kam mit dem Kilometer 30 das Selbstvertrauen die Distanz mit den Höhenmetern gut wegzustecken.

Chris war als Supporter auf der Strecke und feuerte die beiden bei Kilometer 30 an. Jürgen war auf dem besten Weg unter 4 Stunden das Ziel zu erreichen und rannte mit entschlossener Miene den Anstieg hinauf.

Judith kam nur wenige Minuten später. Der starke Konversationsdrang ohne zwischendrin Luft zu holen ließ Vermuten, dass sie nicht am Limit läuft. So wurden die letzten Kilometer noch mal etwas schneller.

Das Ziel war schon in greifbarer Nähe als Jürgen um die Ecke bog und die Uhr noch unter 4 Stunden anzeigte. Nun spürte auch Judith die Distanz und vor allem die 1500 Höhenmeter, aber konnte das Tempo noch bis ins Ziel retten.

Jürgen gewann kam mit einem Schlusssprint in 3:59:44h die Altersklasse und verbesserte seine Zeit vom Vorjahr um 7 Minuten! Judith belegte kurze Zeit später mit 4:05:45h den 3. Altersklassenplatz und die Anspannung des „Hauptwettkampfes“ viel von ihr ab!

Damit war der Lauf ein voller Erfolg und zeigte, dass man zum einen im flachen Schweden die Form für Bergläufe entwickeln kann und zum anderen, dass Jürgen mit dem Alter schneller wird (Bericht Napf-Marathon 2012)..

Jürgen: „Wart mal ab, wenn ich 60 bin laufe ich hier 3:30h!“

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