Starke Leistungen bei der Weltmeisterschaft in Schweden

Der Austragungsort

Die diesjährige Schneeschuh-Weltmeisterschaft fand in Schweden statt, genauer gesagt in Rättvik am Siljansee, welcher einen der größten Seen in Schweden darstellt.

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Unter der Leitung von Marcus Fink wurden Judith und Chris zusammen mit 6 weiteren Athlet(Inn)en für Deutschland mit Material ausgestattet und ins Rennen geschickt.

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Untergebracht war das Team in typischen Schwedischen Holzhütten umgeben von 30cm hohem Schnee und nicht weit von der Skipiste, welche ein Teil der Wettkampfstrecke darstellte.

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Am Freitag Abend war es dann soweit und der offizielle Teil der WM begann mit der Eröffnungszeremonie und der Teampräsentation, bei der man nicht nur wegen der Außentemperaturen Gänsehaut bekam!

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4x400m Staffel im Herzen Rättvik’s

Die Anspannung stieg, während sich das deutsche Team in Richtung der professionell abgesperrten und eindrucksvoll beleuchteten Fußgängerzone begab, in der der erste Wettkampf stattfinden sollte.

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Die speziellen Renn-Schneeschuhe wurden akribisch unter den Sportschuhen ausgerichtet und Anspannung lag in der Luft. Bald hörte man nur noch das “Klacken” der Schneeschuhe und überall wurde sich aufgewärmt.

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Die Staffeln gingen an den Start. Judith und Ingalena waren für die beiden deutschen Staffeln mit konzentrierter Miene an der Startlinie.

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LOS ging es und eindrucksvoll wurde gezeigt weiche Geschwindigkeiten mit Schneeschuhen gelaufen werden können. Unter dem Jubel der Zuschauer wurde zu den Wendepunkten gerannt, dort gekehrt und wieder zurück gelaufen.

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Chris:”Die letzten 100m fühlte sich an wie Treibsand!”

Das deutschen Staffeln harmonierte hervorragend und konnten sich so die Ränge 4 und 6 sichern!

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9 harte Kilometer durch die eisige Wildnis

Nach absolvierten Regenerations-Maßnahmen von dem Staffelwettkampf und einem gemeinsamen Frühstück wär das Team guter Dinge was den Hauptwettkampf dieser WM anging.

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Jedoch musste man klar eingestehen dass das hohe Niveau der Profi-Athleten nur schwer zu übertreffen sein würde.

Nach dem Aufwärmen standen nun das Team an der Startlinie und wartete bis es gleich los ging.

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Der Startschuss fiel und es wurde losgestürmt Richtung Serpentinen, an deren Ende der gefürchtete Skihang lag. Das Feld zog sich schnell in die Länge und man merkte schnell, dass es ein sehr schnelles Rennen wird.

Chris platzierte sich auf Position 30 und wollte in der Steigung Plätze gut machen. Dies gelang ihm auch und er schon sich vor auf Rang 25, aber er hatte schwer zu kämpfen.

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Chris:”Die Streckenverhältnisse machten mich fertig, aber die Kälte gab mir den Rest.”

Judith mühte sich ebenso ab und merkte auch die fehlenden Kilometer auf Schneeschuhen gegenüber der Konkurrenz. Sie und Ingalena teilte sich das Rennen gut ein, so dass eine gute Platzierung in Aussicht war.

Bei Chris hingegen lief es nicht mehr ganz so gut…

Der permanent aufgewirbelte Schnee legt sich auf der warmen Haut und der Durchwärmten Kleidung des Schneeschuhläufers ab und schmilzt dort. Dies hat zum einen die Folge, dass die Kleidung nass wird zum andern, dass die Hauttemperatur an den freien Stellen stark auskühlt.

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Chris:”Später taten die Hände nicht mehr weh, aber ich merkte dass Schnee angefroren war.”

Chris blieb nichts weiteres übrig als weiter zu laufen. Selbst das Schützen unter dem nassen, angefrorenen Laufshirt war nicht wirklich möglich…

So lief Chris als 25. über die Ziellinie und danach direkt weiter in das nächst gelegene Geschäft am Zielbereich um sich um die Hände zu kümmern. Jedoch waren nicht nur die Hände unterkühlt…

Währendessen kamen auch Ingalena und Judith ins Ziel und liessen sich als 10. und 11. feiern! Aber generell gab das deutsche Team eine tolle Leistung ab:

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Chris konnte die starken Kopfschmerzen und das flaue Gefühl im Magen nicht zuordnen während er zitternd zu den Umkleiden schwankte.

Judith aber auch die anderen Teamkollegen sahen in ein kreidebleiches Gesicht, das plötzlich zu der Tür herein kam und sie reagierten sofort. Trockene Kleidung, Decken, Jacken, Handtücher, heiße Getränke und Energieriegel sollten den unterkühlten Körper wieder auf Normaltemperatur bringen, aber das dauerte.

Chris:”Danke an Judith und dem ganzen Team für die Hilfe im Ziel, allein wäre das anders abgelaufen…”

Wir sind Weltmeister, im Feiern!

Nach allen Strapazen wurde am Abend zum Gala-Dinner geladen. Das Team feierte auf Weltmeister-Niveau und das bis spät in die Nacht.

Im nächtlichen Tischtennis-Match gegen Schweden und Norwegen konnten sich Malin und Chris auch noch den inoffiziellen WM-Titel sichern!

Chris:”Dank geht an dieser Stelle an Marcus Fink für die Organisation dieses unvergesslichen Erlebnisses, sowie dem ganzen Team. Ihr seid einfach BOMBE!”

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