Alter Schwede, der erste Ultra-Trail – KULLAMANNEN 2014

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Fakten
31.05.2014
Kullamannen Ultra Trail
www.kullamannen.com
Schweden / Ängelholm
55,3k / D+1353m

Über 55,3km gespickt mit 1353 Höhenmetern verlief die Strecke im südlich gelegenen Ängelholm / Schweden.

Chris hatte sehr grossen Respekt vor dem Wettkampf, da er auf Grund der vergangenen Verletzungspausen sehr wenig Kilometer in dieser Saison hatte, welche bei einem solchen Lauf aber der Grundstein für den Erfolg sind.

Erst um 9:15Uhr fiel der Startschuss und die über 500 Starter rannten los als gäbe es kein Morgen. Chris hatte sich fest eine Pace von 4:30 vorgenommen um noch Chancen auf eine gute Platzierung zu haben, jedoch war er damit zu Beginn auf Platz 35.

Mit der Zeit holte er langsam auf und arbeitete sich immer weiter vor. Das tückische an der Strecke ist, das die erste 30 Kilometer nahezu flach sind (allerdings alles andere als anspruchslos!) und die Höhenmeter alle am Ende gesammelt werden, was die Einteilung des Rennens sehr schwierig macht.

Christ merkte schon früh, dass er nichts Essen konnte, bzw. dass der Magen nichts rein lässt. Durch regelmässiges Nippen an einem Gel wollte er die Energiezufuhr sicherstellen, aber das ging natürlich nicht. Bei Kilometer 40 waren die Speicher leer und der Magen war zu.

Chris:”Ich versuchte zu trinken, aber Wasser ist eben nicht der beste Energieliefernt…

Mittlerweile war Platz 15 erreich, aber die Beine wurden immer schwerer, der Körper immer träger und die Anstiege konnten nur noch gegangen werden.

Die fehlende Flüssigkeit machte sich auch immer stärker bemerkbar und es wurde immer schwerer und schwerer.

Die tolle Kletterpassage über ein Geröllfeld hinauf zum höchsten Punkt war ein Highlight und liessen Chris kurz, aber nur ganz kurz die Probleme in der derzeitigen Situation vergessen.

Immer wieder ging es hinauf und wieder hinunter, so oft, dass es schon nervte. Den Athleten wurde nicht die Möglichkeit gegeben einen Rhythmus zu finden und es Chris traute sich nicht mehr auf die Uhr zu schauen.

Chris:”Ich dachte die ganze Zeit an den 6-tägigen “Défi de l’Oisans” im August, der auch eine Etappe mit 54k und 2500hm hatte und bekam Angst!

Letztendlich ist irgendwann die Schmerzgrenze eines jeden erreicht, aber das bedeutet ja dass es nicht mehr schlimmer wird, also schleppte sich Chris ins Ziel seines ersten Ultra-Marathons in 5:10h und konnte sich immerhin noch den 23. Platz sichern.

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